Freitag, 28. Juli 2017

Alles Rot für 12 colours of handmade fashion

Ich bin mit meinem Blog umgezogen. Emailabonennten können sich unter http://derdiedaspunkt.wordpress.com neu eintragen.
Ja, was soll ich sagen - der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.
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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.
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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.
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Rotlicht, Rotlichtviertel, Rotschopf.

Artemis Shirt

Keine Sorge, ich komme jetzt nicht mehr mit Rot als Wort, denn mir fällt nichts mehr ein. Ich könnte jetzt noch Google oder andere Menschen bemühen, aber ich hatte mich gestern bewußt entschieden, nur die Wörter und Ausdrücke mit Rot zu nehmen, die mir einfallen.
Zu meinem nächsten roten Projekt, was eigentlich eher zufällig entstand.

Als ich meinen Rock Resa aus Scuba fotografieren wollte, hatte ich ein kleines Dilemma, weil ich nicht genau wußte, welche Farbe ich dazu kombinieren kann UND was zusätzlich noch selbstgemacht ist. Ich hatte zuerst mein korallenrotes Top an, dann noch eine weiße (Kauf-) Bluse und ein rotes (Kauf-) T-Shirt. Das gefiel mir am Ende am allerbesten und da ich noch roten Jersey hatte, war schnell entschieden, dass ich daraus ein T-Shirt mache. Ich durchforstete meine Schnittmuster und stieß auf Artemis von Lasari-Design. Komischerweise hatte ich immer im Kopf, dass es nur als Pullover geht.
Aber da lag ich mal wieder völlig daneben und ich nähte nähte mir das Shirt. Innerhalb von einem Tag war ich verliebt in den Schnitt ind war heute bereits im Stoffladen, um mich vorausschauend nach neuem unifarbenen Jersey umzusehen. Ab Herbst wird es dann wahrscheinlich eher Strickstoff werden, aber trotz des momentanen Wetters bin ich bester Dinge, dass das noch etwas dauern wird.
Wie Ihr sehen könnt habe ich das rote Shirt wild kombiniert und war selbst ganz erstaunt, zu wieviel Farben es passt. Aber vorsicht: Laut unbekannter Quelle ist die Farbe Rot für Männer sehr attraktiv, für andere Frauen hingegen eher nicht. Wer also auf Suche nach einem Partner ist, kann sich getrost in rote Klamotten schmeissen, sollte sich aber die Illusion abschminken, gleichzeitig neue Freundinnen zu schaffen. Der Schuss würde nach hinten losgehen. Aber auch das ist nur eine allgemeine Theorie.
Ich habe die Hoffnung, Euch mit meiner roten Kleidung nicht abgeschreckt zu haben. Ich habe meinen Partner und bin nicht auf Suche.
Am liebsten hätte ich Euch die Kombination mit einer Hose gezeigt, für die ich gerade probenähe. Da das Schnittmuster aber noch getestet wird, musste ich darauf verzichten. Wer mir aber auf Instagram folgt, wird die Kombination bald sehen können.
Jetzt wünsche ich Euch allen einen angenehmen Tag vor Freitag und werde mal ganz nebenbei bei Rums und den Kreativen Adern vorbeischauen. Selmin, wie schön, dass Du den Juli so perfekt auf den Donnerstag gelegt hast. Respekt!
Schnitte:
Kleid: Fashion Style 05/2017,
Artemis Shirt: Lasari Design
Lange Hose und Nagellackrock: eigenes Design
Shorts: Frida von Wardrobe by me
Scuba- und Denimrock; Rock Resa von Crearesa
Stoffe: Milliblus (Blumendenim, Nagellack), gekauft bei Das Königskind, Friedberg
Scuba und Ringeljersey: Das Königskind, Friedberg
Bunter Denim: Der Stoffhandel
Alle anderen Stoffe aus meinem Stofflager ohne Erinnerung, wo ich sie gekauft habe.
Eure
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Mittwoch, 19. Juli 2017

Ein Rock der rockt

Bedenkt bitte, dass mein regulärer Blog jetzt unter http://derdiedaspunkt.wordpress.com erscheint. Emailabonennten können sich dort wieder anmelden.

*Dieser Post enthält Werbung

Probenähen

Wer nicht aus der Näh- und Bloggerwelt kommt, wird sich erstmal fragen, was denn Probenähen ist. Das ist ganz einfach: Schnittmusterersteller brauchen Näher, die ihren neuen Schnitt testen. Dabei geht es um das Schnittmuster, Passgenauigkeit, die Nähanleitung usw.
So bewarb ich mich bei Crearesa und rechnete mir nicht viel Chancen aus. Probenähen ist beliebt und es gibt ausreichend Probenäherinnen, die schon über viel Erfahrung verfügen. Aber dann bin ich förmlich in die Luft gesprungen, als ich von Resa die Nachricht bekam, dass ich dabei wäre.
Von dem Moment ging alles ganz schnell. Das Schnittmuster kam und ich druckte es sofort aus. Hier sei schon einmal erwähnt, dass das eigentliche Schnittmuster lediglich 9 Seiten Papier verbraucht. Bei einem anderen Rockschnitt sollte ich neulich 31 Seiten ohne Anleitung ausdrucken.
Die Röcke, die Resa bereits gerfertigt hatte, kannte ich ja bereits und als ich das Schnittmuster sah, war ich erstmal verwundert, dass nirgendwo ein Reissverschluss hinkam. Der ganze Schnitt besteht aus sage und schreibe 3 Teilen.
Um erstmal ein Gefühl für den Schnitt zu bekommen, nähte ich aus einem Stoffrest den ersten Rock, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt 2 Röcke aus dem gleichen Material habe.

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Ich wählte für meinen ersten Rock die Größe 36 und stellte schnell fest, dass er zu groß war. Und wie ich nun mal bin, hatte ich natürlich die ersten Seiten der Anleitung nur überflogen und dabei geflissentlich die Maßtabelle außer Acht gelassen. Da hätte ich gleich sehen können, dass die 36 zu groß ist. Aber die Änderungen war schnell gemacht und schon bald war der Rock fertig. Ein Vorteil ist, wenn man eine Overlockmaschine hat. Dann kann man fast alles damit nähen. Ich habe die normale Maschine nur für das Zusammennähen des Bundes und zum Säumen genommen.
Nebenher nähte ich an meinem Jumpsuit, zu dem noch ein separater Blogpost erscheinen wird. Dieser Overall war schwierig, weil ich auch da mal wieder zu ungeduldig war und meine eigenen Fehler hinterher korrigieren musste.
Um ein schnelles Erfolgerlebnis zu haben, nähte ich mir gleich meinen 2. Rock Resa. Diesmal aus einem stretchigen Denim. Auf Instagram hatte ich vor einer Weile Fotos gesehen, die mich sofort ansprachen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, was gezeigt wurde, aber die Farbkombination fand ich unglaublich genial. So bestellte ich mir 2 Denimstoffe, um daraus Hosen zu machen. Tja, knapp daneben - es wurde ein Rock Resa.

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Rock Resa trifft erstmal etwas zurückhaltender auf meine My June Bluse aus gelben Vichykaros.
Dann wurde ich auch durch die Zustimmung der anderen Probnäherinnen wagemutiger und kombinierte den Rock mit meinem T-Shirt nach einem Burdaschnitt (und ich habe im Moment absolut keine Ahnung, welcher das ist. Wer es aber gern wissen möchte, dem werde ich natürlich Auskunft erteilen).

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Den ersten Rock hatte ich bis dahin nur mit weißen Blusen kombiniert und ich versuchte es nochmal mit diesem T-Shirt.

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Zwei Röcke sollten reichen

....sollte man meinen. Anfang des Sommers bzw. Frühlings hatte ich bereits schon einige nach meinen selbsterstellten Schnitten genäht und hatte ausreichend Röcke in meinem Kleiderschrank. Dann noch die 2 von Crearesa dazu. Das sollte reichen. Wäre da nicht....
... ja, wäre da nicht eine Mitnäherin gewesen, die von ihrem Probenähergebnis berichtete und das Schlüsselreizwort "Scuba" in den Raum warf. Als passionierte Softshellvernäherin war es ja eigentlich ein Muss jetzt auch endlich mal einen Scuba zu vernähen. Und wie mein kleines Elefantenhirn es will, fiel mir prompt der Scuba ein, der in meinem Lieblingsstoffladen war - zumindest das letzte Mal als ich da war. Nun aber war es abend und ich kratzte nahezu mit meinen Nägeln auf dem Holz, scharrte mit meinen Hufen, postete in die Facebookgruppe, dass ich auch noch Scuba vernähe, sofern der Stoff noch da ist. Vor meinem geistigen Auge sah ich, wie Uli aus "Das Königskind" die letzten Meter gerade verkauft hatte. Am nächsten Tag fuhr ich gleich hin.
Bisher bin ich immer in den Laden gegangen, habe mich erstmal in Ruhe umgeschaut, neue Stoffe in meinem Hirn für "später-nähen" gesammelt und nach einer Weile mich dann um das gekümmert, was ich eigentlich wollte.
An diesem Tag hatte ich das Gefühl, dass ich in den Laden stürzte (tat ich natürlich nicht - ich kann mich ja beherrschen). Ausgerüstet mit dem Schnitt vom Rock sagte ich auch gleich "Hallo, ich komme heute mit einem ganz besonderen Wunsch." - Daraufhin Uli: "Oh, dass ist ja mal was Neues." - "Habt Ihr noch den Scuba????" Dieser Moment war ungefähr so, wie wenn man bei seinem Arzt sein Blutergebnis abfragt und hofft, dass alles in Ordnung ist. Mein Blutergebnis war völlig in Ordnung - der Scuba war noch da. Und als ich meine gewünschte Menge hatte (70 cm bei einer Breite von 1,50m), hatte ich auch endlich die Ruhe, noch ein paar andere Stoffe zu streicheln.

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Kaum war ich zu Hause, ging ich sofort in mein Nähatelier und nach 30 Min. (+/- einige Minuten) war der Scubarock fertig. Und da sah ich mich nun im Spiegel und dachte "Hm, ganz schön krass, dieser Blumendruck... ob das meinem Weltbesten gefallen wird?"
Wie auch immer, ich machte schnell ein Handyfoto, stellte ihn in die Probenähgruppe ein und innerhalb weniger Minuten waren meine Zweifel verschwunden. Spätestens als eine Mitnäherin meinte, sie wolle auch so einen Rock. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber da springt erstmal dieser "Neeee, dass ist MEINER!"-Instinkt an.

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Was ist Scuba

Ich wußte zwar, was ein Scuba ist, weil ich ihn bereits schon einige Male gestreichelt hatte, aber damit wisst Ihr ja nicht, um was für eine Art Stoff es sich handelt. Mit meinen eigenen Worten würde ich sagen, es ist ein neoprenartiger Stoff, der sich wie aufgeplustertes Jersey anfühlt. Damit liege ich erstmal gar nicht so verkehrt. Laut einigen Internetseiten zu Scuba geht die Meinung, was den Neopren betrifft, auseinander. Tatsache ist, dass es sich um eine Kunstfaser mit Elasthananteil handelt und tatsächlich eher als Jersey durchgeht. Scuba hat einen sehr festen Stand, weshalb man aus ihm wunderbar kastenförmige Sachen, z.B, ausgestellte Schultern usw. nähen kann. An den Fotos könnt ihr aber sehen, dass er nun nicht wie ein Tresor sitzt. Und vor allem: er knittert nicht.

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Zum Schluß

Als ich die ersten beiden Röcke genäht hatte, war ich fest entschlossen mindestens einen Jerseyrock zu nähen, eventuell mit einem kleinen Volant. Dazu kam ich letztlich nicht. Auch nicht dazu, den Rock mit Futter zu nähen. Diese Option, sowie auch die Variante ihn knielang zu nähen oder alles zusammen oder mit Colour Blocking oder ohne sind im Schnitt enthalten.
Während des Probenähens entstanden viele tolle, unterschiedliche Röcke und es hat mir riesig Spaß gemacht, in dem Team mitzuarbeiten.
Tatsächlich wäre hier jetzt auch Schluß, wenn ich nicht heute morgen für ein anderes Probenähen meine Stofflager durchsucht hätte. Da fiel mir nämlich ein Rest Nadelstreifenstoff in die Hände. Nadelstreifen mit leichtem Elasthananteil und es war gerade genug übrig, um noch einen Rock zu nähen. So mußte das andere Projekt erstmal warten, weil ich wieder in ca. 30 Minuten zuschnitt und nähte.
Weit nach Terminabgabe schickte ich Resa dann die neuen Fotos (ich danke dem Wettergott, dass er für die Fotos kurzzeitig sie Sonne schien liess) mit der Option, sie entweder zu verwenden oder zu verwerfen.
Ich verwende sie auf jeden Fall hier, um Euch noch schnell zu zeigen, dass dieser Schnitt auch bürotauglich ist.

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Würde ich in einem Büro arbeiten, was ich glücklicherweise nicht mehr muss, wäre das der Rock für mich. Er wäre elegant und bequem zugleich. Ich finde ja, ich sehe auf den Bildern aus, wie eine Quotenfrau aus der Vorstandsetage, die gerade auf Ihren Chauffeur wartet, um zum nächsten Meeting gefahren zu werden. In der Mittagszeit dann schnell einen Salat, die Kosmetikerin und ab ins nächste Meeting, ein paar wichtige Deals abschließen, anschließend Sushi mit dem verheirateten Kollegen, mit dem sie ein Verhältnis hat, um dann ein wenig ermüdet zu Hause noch schnell in die Yogaklamotten zu springen, um ihren Körper in Form zu halten.. *Schublade zu!
Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche, bedanke mich nochmal bei Resa und allen anderen Probenäherin für die schöne, lustige und auch informative Zeit.
Eure

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Schnitt: Rock Resa von Crearesa
Stoffe: Scuba von Das Königskind Friedberg (die anderen Beiden erinnere ich leider nicht mehr)
Verlinkt mit:
Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge