Donnerstag, 27. April 2017

Gelb und wie ich langsam dem Wahn verfiel



Während ich Ende März noch die rosa Stoffreste vom Boden sammelte, die rosa Flusen aus den Nähmaschinen holte und viele Bloggerinnen auf der h&h in Köln waren, verkündete Tweedandgreet-Bloggerin Selmin die neue Farbe für 12coloursofhandmadefashion:

GELB

"Ach, gelb...." dachte ich noch so ganz unvoreingenommen, einfach weil die Anspannung über die Verkündung der neuen Farbe erstmal vorbei war. Dann sickerte es so langsam von meiner Initialwahrnehmung (wo auch immer die sitzt) in den Bereich meines Hirns, der für die Verarbeitung von Nachrichten zuständig ist. Scheinbar streifte die Neuigkeit dabei ausversehen die Mandelkerne (Teil des Hirns, der u.a. für Angst und Panik zuständig ist) und mir fielen spontan nur alte, längst der Altkleidersammlung zugeführte Kleidungsstücke ein, die ich allein deshalb ausrangiert hatte, weil sie gelb waren. Ich mag Gelb als Farbe sehr, aber als Kleidung??? Ich hatte immer das Gefühl, sie steht mir nicht oder fühlte mich aus anderen Gründen darin Unwohl.  Mein weltbester Partner, erinnerte mich dann aber an ein knallgelbes Leinenkleid, das ich schon hatte, als wir uns erst kurz kannten. Es war lang, hatte Größe 38 und war mir ein paare Jahre später viel zu klein. Es fristete im Keller sein Dasein im Schrank, machte sogar einen Umzug mit und kam erst letztes Jahr wieder zum Vorschein, als ich wieder reinpasste. Nur die Länge hatte mir eigentlich noch nie so richtig gefallen. Mit einer Größe von 1,76 m sind viele Kleider wie auch Hosen oft nicht lang genug. Und das Kleid hing irgendwo zwischen Knöchel und Knie, mehr in Richtung Knöchel. Kurzerhand kürzte ich es letztes Jahr, machte es ein bißchen enger und alles war gut. Und somit wurde dieses Kleid mein absoluter Notnagel für das Motto "Gelb", denn immerhin hatte ich es abgeändert. 



Ich meine, es ist ja nicht so, dass wir gezwungen werden, das ganze Jahr bei dieser Challenge mitzumachen, aber irgendwann ist der Ehrgeiz geweckt und man hatte ja auch schon viel Spaß, da will man weder klein bei noch ganz aufgeben (und sei es nur für einen Monat).

Zudem gab es bei Tweedandgreet so viele schöne gelbe Farbtöne, dass ich mich sehr schnell anstecken ließ und schon bald in einem Gelbfieber war, was zuletzt schon an Gelbwahn grenzte (dazu weiter unten mehr). 
Ich durchsuchte die Online-Stoffläden, bevorzugt die, die auch Farbfilter hatten. 
Mehr per Zufall stieß ich bei Stoffe Hemmers auf einen gelben Spitzenstoff, der zudem noch runtergesetzt war und bestellte ihn spontan ohne auch nur einen Ahnung zu haben, was ich daraus machen sollte. Bis zur Lieferung des Stoffes fuhr ich in mein Lieblingsstoffgeschäft "Das Königskind" und klagte dort mein Leid... "Ich brauche Gelb... gelben Stoff... " und was sah ich? Wundervolle Stoffe, einer schöner als der andere. Ich hatte binnen Sekunden schon ein ganzes Outfit vor Augen, nur keiner von ihnen war gelb oder beinhaltete auch nur Nuancen, Fasern von gelb... bis ich auf den gelben Leinenstoff aufmerksam gemacht wurde. Ein tolles Gelb. Nicht zu knallig, nicht zu hell - irgendwie toll. Und dann noch Leinen. "Ja, daraus mache ich eine Shorts!" 

Ich hatte jetzt also 2 gelbe Stoffe. Einen aus Spitze und einen aus Leinen. Als ich den Spitzenstoff bekam, hatte ich auch sofort eine Ahnung, was ich daraus mache. Eine Tunikabluse mit Trompetenärmeln. 



Mittwoch, 26. April 2017

Fashionrevolution: Was man mit einem Hemd alles machen kann

In meinem ersten Beitrag zur #Fashionrevolution Week und der Initiative #Haulternative von mamimade habe ich einige Stücke gezeigt, die ich im Laufe eines Jahres aus alten Kleidungsstücken gemacht habe.

Heute möchte ich Euch anhand eines alten Flanellhemdes meines Freundes zeigen, wie ich so ein Projekt beginne, wenn ich noch nicht genau weiß, was daraus entstehen soll.
Ich muß gestehen, dass ich eigentlich schon wußte, was ich aus dem Hemd machen will, aber während ich die Fotos machte, kamen mir andere Ideen.

Wer sich für Upcycling, Refashioning, Repurposing von Kleidung interssiert, dem rate ich, einfach einmal mit dem Stück zu experimentieren. Mein erster Schritt ist eben, das Kleidungsstück, in diesem Fall das Hemd, nicht mehr als Hemd zu sehen, sondern zu versuchen, was ich alles damit anfangen kann, indem ich es einfach mal anders anziehe.
Eine andere Möglichkeit, besonders bei Hosen, ist es, erstmal die Innennähte aufzutrennen und dann genauso damit zu spielen, wie ich es mit dem Hemd mache. Vielleicht kommen Euch dabei noch ganz andere und eigene Ideen.

Hier ist erstmal das Hemd



Es ist zumindest bei meinen Projekten von Vorteil, dass ich durch meinen Partner wirklich große Hemden bekomme.


Dann geht das Experimentieren los. Ich beginne mit einer Rockvariante:


 Knopfleiste einmach mal nach hinten.




Montag, 24. April 2017

Fashionrevolution


Fashionrevolution - eine Revolution der Mode? Ich habe mich über den Begriff Mode ein wenig informiert und letztlich dabei bemerkt, dass es gar nicht so sehr um eine Revolution in der Mode geht, sondern viel mehr um eine Revolution in unsere Haltung zu Kleidung bzw. der Bekleidungsindustrie. 
Ursprünglich hatte ich diesen Post mit den Worten beginnen wollen, dass jeder von uns mit Mode zutun hat, selbst diejenigen, die meinen, sich nicht für Mode zu interessieren. Nachdem ich ein wenig recherchiert habe, ist das aber tatsächlich nicht richtig. Mode, so Wikipedia, hat vielmehr mit vorherrschendem Geschmack, Überzeugungen, Bräuchen und Zeitgeist zutun. Sie unterliegt einem ständigen Wandlungprozeß, der letztlich im gesellschaftlichen Kontext als üblich und dem Zeitgeist entsprechend angesehen wird.

Bei der Fashionrevolution geht es jedoch in erster Linie darum, auf die Mißstände in der Bekleidungsindustrie aufmerksam zu machen. Die ist zwar eng mit der Modeindustrie verbunden, doch selbst Menschen, die sich nicht für Mode interessieren, brauchen Kleidung. 
Dann ist da die sogenannte "Fast Fashion", Modebekleidung, die billig hergestellt wird und deren Haltbarkeit mehr als zu wünschen übrig lässt. 
Doch nicht nur Fast Fashion wird in Billiglohnländern unter miserablen Bedingungen hergestellt. Es gibt zahlreiche Designer, die ihre Kreationen dort fertigen lassen. Ein teures Designerteil zu kaufen, ist also keine Garantie für faire Herstellung.
Übrigens gilt das auch für Schuhe und Lederbekleidung. 

Ich frage mich immer, was man tun kann, damit sich das ändert? Unser Wohlstand beruht zum Teil auf dem Rücken von billigen Arbeitskräften, die am Monatsende um die 60 Euro als Lohn erhalten und für die eine 40 Std. Woche, bezahlter Urlaub, Krankenversicherung, Sozialleistungen, Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, usw. ein Fremdwort ist. Jeder der selbst näht, weiß wieviel Arbeit in einem Kleidungsstück steckt. Zudem natürlich auch Kosten für das Material, Strom, usw.

Wenn wir jetzt aus sozialer Verantwortung heraus die Modeindustrie boykottieren, verlieren bestenfalls die Nähfabriken in den bekannten Billiglohnländern wie z.B. Bangladesh Aufträge. Näherinnen würden als erstes ihren Job verlieren, der aber trotz der miserablen Bedingungen überlebensnotwendig ist. Würde die westliche Bekleidungsindustrie hingegen Druck auf die Besitzer der Nähfabriken ausüben, könnte es etwas ändern.
Tragisch ist es allerdings, dass erst der Einsturz der Textilfabrik vor 4 Jahren in Bangladesch ganz langsam zu einem Umdenken passieren musste.
Im Radio hörte ich zu dem Thema heute morgen eine Arbeitsrechtlerin aus Bangladesch. Sie erzählte, dass sich seit der Katastrophe damals in puncto Sicherheit schon einiges geändert hätte. Früher starben im Jahr 200 Menschen durch Unfälle in den Fabriken. Heute sind es "nur" noch 5-10 Menschen. Meiner Meinung nach 5-10 Menschen zu viel. Die Arbeitsrechtlerin aus Bangladesch forderte in dem Radiobericht dennoch dazu auf, weiterhin Kleidung mit dem Aufdruck "Made in Bangladesh" zu kaufen, aber mit Verantwortung. Man soll sich erkundigen, ob die Kleidung aus einer Fabrik stammt, wo die Arbeitsbedingungen besser sind. Nachzuhören ist der relativ kurze Beitrag unter Deutschlandradio Kultur Mediathek, Studio 9.

Und ich für meinen Teil finde eben auch, dass ich gekaufte Kleidung dementsprechend lange trage, abändere oder repariere, wenn es nötig ist. 
Es gibt viele Möglichkeiten aus diversen Gründen abgelegte oder kaputte Kleidung neues Leben einzuhauchen. Das naheliegendste ist, sie zu reparieren. Doch wenn mir ein Teil nun gar nicht gefällt, es zu klein oder zu groß geworden ist? Ich könnte es zum Altkleidercontainer bringen, aber was dann mit der Kleidung passiert ist in zahlreichen Dokumentationen zu sehen. Es gibt aber auch noch Secondhandläden, Ebay und andere Verkaufsportale, dazu caritative Einrichtungen, die die Kleidung an Bedürftige abgibt, aber nur, wenn die Kleidung wirklich noch tragbar ist, sonst geht es von dort aus in die Altkleidersammlung. 

Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen, aus alter Kleidung neue Sachen zu machen. 
So entstanden aus alten Hosen, die mir zu groß geworden waren diese Stücke:



Donnerstag, 20. April 2017

Früher war ich anders - heute auch






Rüschen und Schleifchen... ich könnte auch Schleifen schreiben, aber Schleifchen macht mir noch einmal mehr bewusst, was ich da für Stoff gekauft habe.
Ich bin ziemlich sicher, dass mich kaum jemand von früher kennt, bis auf den einen oder anderen, der sich jetzt gerade angesprochen fühlt. Rüschen aka Volant und Schleifchen – galt für Mrs. Ich-brauch-2-Paar-Schuhe-für-den-Sommer überhaupt nicht.
Wer mag kann sich durch einige Blogposts seit Sommer 2016 wühlen, um meiner Verwandlung Herr zu werden – ich wiederhole sie hier nicht.



Tatsache ist aber, dass ich noch vor wenigen Wochen in einer Instagramstory freudig in die Kamera sprach, dass ich vor nichts mehr sicher bin und folglich auch Rüschen/Volant in nächster Zukunft möglich wären. Die nächste Zukunft hat begonnen.

Ich muss gestehen, dass mich der Stoff von Milliblus schon mehrfach im Geschäft angesprochen hatte. Doch erst beim 3. Besuch war ich entschieden, ihn zu kaufen. Dazu kam der Schnitt von Burda für ein sommerliches Top – wahlweise mit oder ohne Volant. Ich arbeitete mich langsam voran und schnitt erstmal das Top ohne Volant zu. Cool!
Aber dann siegte die Neugier. Wie es wohl mit Volant aussehen würde? Genug Stoff war da und ich steckte ihn an, um dann vor dem Spiegel zu stehen und insgeheim zu denken: „Ey, Olle, Du siehst echt umwerfend aus!“.


Mittwoch, 19. April 2017

Wenn Anleitungen einen in die Verzweiflung stürzen



Eine Anleitung für Nähanfängerinnen - ist doch gelacht!


Ich durfte ja schon mit ca. 6 Jahren das erste mal an die Nähmaschine meiner Großmutter. Sie ist diejenige, die mir so ziemlich alles beigebracht hat, was ich in puncto Handarbeiten weiss. 



Meine 4 Jahre ältere Schwester kam einmal mit einem selbstgestrickten Teddy aus der Schule zurück und ich wollte nicht nur auch so einen haben, sondern wissen, wie man ihn macht. Der Gedanke, mir dann unendlich viele Teddys stricken zu können, war für eine 6-jährige einfach berauschend. So brachte mir meine Großmutter Stricken bei. Und ich strickte mir einen roten Teddy. Dann folgten Klamotten für meine Puppen und Barbies. 

Als Teenie, mitten in den 70iger Jahren, waren wir alle vollkommen dem Hippielook verfallen. Ich hatte zwar keine Nähmaschine, aber das hielt mich nicht davon ab, mir alte Bettlaken zu schnappen, lila Stofffarbe (was damals noch mit 2 'f's geschrieben wurde), Eimer, Salz und Holzlöffel, um das Laken zu batiken und mir dann einen Kaftan daraus zu nähen. Am liebsten hätte ich mich darin konfirmieren lassen, aber meine Eltern waren dagegen. Allerdings war mein Konfirmationsoutfit nicht minder peinlich für meine Mutter. 




Ich habe mit manch langjähriger Unterbrechung immer genäht - alles ohne je Kurse besucht zu haben, weil ich leidenschaftliche Autodidaktin bin. Ich habe Burdaschnitte genäht, Vogue Patterns, Simplicity, Schnittquelle und vor allem in den letzten Jahren auch Schnittvision. Ich machte mich auch mit Packpapier, Geodreieck, Lineal, Massband, Bleistift und Taschenrechner an die Erstellung eigener Grundschnitte. Das lief nicht immer reibungslos ab, aber ich bekam es hin und würde mich als eine erfahrene Näherin bezeichnen. 

Immer auf der Suche nach schönen Schnitten, die mal anders als meine vorherigen sind, stiess ich vor ca. 2 Wochen auf die Seite 'Wardrobe by me'. Ich fand ein paar schöne Schnittmuster und entschied mich, als erstes für eine Shorts. Das Schnittmuster konnte ich als PDF runterladen zusammen mit einer ausführlichen, bebilderten Ste-by-Step Anleitung. 





Ich las dazu noch die Kommentare von Näherinnen, die schwärmten, wie toll die Shorts ist und das die Anleitung so großartig erklärt ist, dass sie es als Anfängerinnen ohne Probleme hinbekommen hatten. 
Ich war bester Dinge und es dauerte keine 30 Minuten, bis ich an der Anleitung schier verzweifelte. Ich verstand nichts mehr. Es begann bei den Taschen. Hier muss ich allerdings zugeben, dass ich die Angaben auf den Schnittteilen nicht gelesen hatte. Anstatt die Taschenbeutel aus Futter zuzuschneiden, hatte ich sie aus meinem Stoff gemacht. Das lließ sich schnell beheben. Dann ging es weiter, aber da lauerte schon das nächste Problem. Wie soll ich die Dinger jetzt anbringen? Ich wusste ja eigentlich, was zutun wäre, aber ich klebte noch an der Anleitung, bereit etwas Neues zu lernen. Nach einigen Versuchen entschied ich mich, den Teil der Anleitung zu überspringen und die Taschen so einzusetzen, wie ich es für richtig hielt. Und es klappte. 




Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12 April

Meine 2. Teilnahme an dem Fotoprojekt "12 von 12" hätte ich beinahe verpasst, hätte ich nicht den ersten Beitrag auf Instagram entdeckt. Da war es zum Glück noch nicht zu spät.

Wer nicht weiß, was "12 von 12" ist, hier eine kurze Erklärung. Die ursprüngliche Idee stammt von Chad Darnell, fortgeführt bzw. hier eingeführt wurde sie von Caro vom Blog "Draußen nur Kännchen". An jedem 12. des Monats kann jeder Blogger seinen Tag mit Fotos dokumentieren, Dann werden 12 Fotos ausgewählt und im Blog gezeigt und erklärt. Danach kann man sich auf Caros Seite eintragen und schauen, wer so alles mitgemacht hat.

Meine erste wirklich bewusste Erkenntnis heute morgen war, dass unser örtliches Bermuda Dreieck noch immer funktioniert. Ich habe es vor einer Weile so genannt, weil an dieser Ecke, direkt neben dem Haus, in dem ich wohne, immer irgendwelche Sache abgestellt werden, die kurz darauf verschwunden sind. Seitdem Sperrmüll teuer bezahlt werden muss, haben sich einige Leute gedacht, wir stellen an die Strasse und schauen, ob jemand das noch braucht. Und das scheint zu funktionieren. Anfangs habe ich mich nicht getraut selbst etwas hinzustellen, aber irgendwann war es dann soweit. Im Schutz der Dunkelheit lief ich das kurze Stück zur Ecke, stellte mein Sperrmüll dort ab und schlich wieder ins Haus. Am nächsten Tag war es weg. Manchmal dauert es länger, aber es verschwindet immer und ich habe noch nie, wirklich noch kein einziges Mal gesehen, wie jemand etwas mitgenommen hat. Darum bat ich gestern meinen Freund, mein altes, kaputtes Trimmrad mit mir runterzutragen. Obwohl er hier im Ort aufgewachsen ist, kannte er das Bermuda Dreieck noch nicht und war skeptisch, dass irgendjemand das Rad mitnehmen würde. Doch als ich ihn heute morgen verabschiedete war das Rad schon weg.



Gleich danach war ich so in mein Schnittmuster vertieft, dass ich meinen 1. Kaffee beim Ausschneiden trank.



Dabei lernte ich mal wieder, dass es durchaus sinnvoll ist, sich manche Anleitungen vorher einmal durchzulesen. Ich mache den Fehler immer wieder - egal was! Einzig habe ich mir  bei elektronischen und elektrischen Geräten angewöhnt, zumindest die "Erste Schritte" anzuschauen, weil dort oftmals steht, was man auf gar keinen Fall vorher machen soll. 
Schnittmuster sind aber weder elektrisch noch elektronisch und ich merkte nach dem Ausschneiden, dass der Stoff, den ich für diese Short nehmen wollte, nicht geeignet war, weil er kein Stretchstoff ist. Zum Glück habe ich ein großes Vorratslager an Stoffen und fand einen anderen elastischen Stoff. 

Dienstag, 11. April 2017

Upcycling Tutorial - Wie mache ich aus einem Oberhemd eine Tasche





Im letzten Jahr hatte ich bereits aus einem alten Herrenhemd meines Partners eine Tasche genäht. Einer Freundin von mir gefiel sie so gut, dass sie bei mir eine in Auftrag gab. Dank meines ältesten Sohnes bekam ich Nachschub an ausrangierten Hemden und ich konnte damit beginnen.

Nun hatte ich für meine Tasche kein Tutorial oder Anleitung gehabt und während des Nähens erst die Möglichkeiten entdeckt. Aber auch das dokumentierte nicht, sondern war fest davon überzeugt, dass ich das wieder hinbekommen würde. 

Ich nahm also ein weißes Oberhemd, setzte mich daran und nach kurzer Zeit konnte ich meine eigenen Näh- und Schnittschritte nicht mehr nachvollziehen. 





Nach einem halben Tag Ruhe vor dem Projekt und 5 km Joggen, entschied ich mich, diesmal die Schritte zu dokumentieren. Davon habe nicht nur ich einen Nutzen, sondern der eine oder andere auch.


Leider sind die Fotos von grausamer Qualität, was daran liegt, dass ich irgendwann den Bogen raus hatte und nur noch nähen wollte. Ich konnte mich nur mit eiserner Disziplin dazu anhalten, die einzelnen Schritte zu fotografieren. 

Ihr beginnt mit dem Abtrennen der Ärmel. Theoretisch kann man sie auch abschneiden, aber da das vordere Ärmelloch die seitliche Außenkante der Tasche wird, sollte man möglichst nicht zu viel dort abschneiden. Lieber etwas vom Ärmel überstehen lassen. Ich trenne lieber auf. 
Die Ärmel legt ihr erstmal zur Seite.